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Umwelt

Wir übernehmen Verantwortung für Klima und Ressourcen – mit klaren Zielen, messbaren Fortschritten und transparenten Methoden. Auf dieser Seite zeigen wir, wie wir Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette reduzieren, den Product Carbon Footprint unserer Produkte nachvollziehbar machen und Materialien effizient im Kreislauf halten. Dazu adressieren wir zentrale Themen wie Kreislaufwirtschaft und Abfall – und machen sichtbar, welche Hebel wir nutzen, welche Chancen und Risiken bestehen und wie wir unsere Umweltleistung Schritt für Schritt verbessern.

Key Facts:

  • Unser Treibhausgasziel (Scope 1-3) wurde offiziell von SBTi validiert 
  • Unser systematischer Ansatz zur Berechnung von Product Carbon Footprint ist vom TÜV validiert
  • Im Berichtsjahr 2024 fielen insgesamt 396 t Abfall an, davon 92 % an den Produktionsstandorten; der Anteil nicht gefährlicher Abfälle betrug 85 %

Klimawandel

Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung - für unsere und kommende Generationen. Wir bleiben entschlossen, unseren Beitrag zum Ziel des Pariser Klimaabkommens zu leisten, die Erderwärmung um 1,5°C zu begrenzen. Gleichzeitig zeigen wissenschaftlich fundierte Prognosen, dass das 1,5-Grad-Ziel bis 2030 nicht zu erreichen ist.

Für unsere Treibhausgasberichterstattung orientieren wir uns am Greenhouse Gas (GHG) Protocol und unterscheiden zwischen Scope 1, 2 und 3:

•Scope 1: Direkte Emissionen aus eigenen Aktivitäten, z. B. die Nutzung von Erdgas im Blockheizkraftwerk sowie fossile Kraftstoffe in Teilen unseres Fuhrparks.

•Scope 2: Indirekte Emissionen aus dem eingekauften Strom, den wir für den Betrieb unserer Standorte benötigen.

•Scope 3: Weitere indirekte Emissionen aus der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, gegliedert in 15 Kategorien (z. B. eingekaufte Güter, Transport, Nutzung von Produkten).

 

Zur Verankerung eines wirksamen Klimapfads haben wir uns bei der Science Based Targets initiative (SBTi) zwei kurzfristige Ziele bis 2030 gesetzt und validieren lassen. Diese Ziele orientieren sich am 1,5°C-Pfad und umfassen Scope 1 und 2 sowie – soweit relevant – Scope 3. Dazu gehören die Ziele „Die Brand Group SE & Co. KG verpflichtet sich, die absoluten Treibhausgasemissionen der Bereiche 1 und 2 bis 2030 um 42,0 % gegenüber dem Basisjahr 2023 zu reduzieren.“ und „Die Brand Group SE & Co. KG verpflichtet sich, die absoluten Scope-3-Treibhausgasemissionen bis 2030 um 25,0 % gegenüber dem Basisjahr 2023 zu reduzieren.“
Details zu den validierten Zielen sind auf dieser Seite abrufbar.

 

Der Großteil der im Unternehmen verursachten Treibhausgasemissionen (Scope 1) entsteht bei der Verbrennung von Primärenergieträgern wie Erdgas und Kraftstoff. Die Nutzung von Erdgas dient der Erzeugung von Strom und Wärme für unsere Büro- und Produktionsbereiche. Aufgrund der Ausrichtung unseres Unternehmens fallen keine weiteren Gase oder Emissionen an. Als Maßeinheit werden Treibhausgasäquivalente aus diversen Datenbanken verwendet, beispielsweise aus der „Emission Factor Database“ (EFDB) vom Ausschuss „Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC) sowie der Stadtwerke Wertheim GmbH.

Für unsere Kundinnen und Kunden machen wir den CO₂e-Fußabdruck unserer Produkte transparent. Für alle deutschen Standorte der Brand Gruppe haben wir dazu einen systematischen Ansatz nach DIN EN ISO 14067:2018 eingeführt, um den Product Carbon Footprint (PCF) unserer Produkte zu ermitteln. Eine unabhängige Prüfstelle hat diesen Ansatz validiert.

Product Carbon Footprint

Ziele setzen und Emissionen senken

Die Emission von Treibhausgasen beeinflusst maßgeblich die Entwicklung und Folgen des Klimawandels. Entsprechend übernehmen wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette Verantwortung für Emissionen, die bei der Herstellung und Nutzung unserer Produkte entstehen. Dabei hat der Ausstoß von Treibhausgasen die größte Umweltwirkung.

Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

In Zeiten knapper natürlicher Ressourcen rückt eine effiziente Nutzung von Material- und Energieressourcen zunehmend in den Fokus. Unter Ressourcennutzung verstehen wir, den Bedarf mit minimalem Rohstoffeinsatz zu decken. Die Kreislaufwirtschaft verfolgt darüber hinaus das Ziel, Produkte und Materialien durch Reparatur, Wiederverwendung, Recycling und Rückgewinnung so lange wie möglich im Wirtschaftskreislauf zu halten. Dadurch reduzieren wir Abfälle, verringern Umweltauswirkungen und erschließen zugleich wirtschaftliches Potenzial.

Ein wesentlicher Hebel zur Reduktion von Treibstoffverbrauch im Lieferantennetzwerk ist die Optimierung von Sendungen und Routen – deshalb setzen wir folgende Ziele: 

 

  • BRAND GMBH + CO KG: Die Zahl der passenden Kundenkalender soll konstant bei 99 % gehalten werden.
  • VACUUBRAND GMBH + CO KG: Der Anteil der Kleinstsendungen an Handelspartner soll – ausgehend vom Basisjahr 2024 – bis 2030 von 25 % auf 10 % reduziert werden.
  • VITLAB GMBH: Jährlich werden die Top 3 Kunden angesprochen, die Kleinstsendungen erhalten, um diese zu Sammelsendungen zusammenzufassen.
     

Die wirksamste Methode, Ressourcenverluste zu reduzieren, ist die Weiternutzung eines Produkts. Deshalb legen wir großen Wert auf Qualität und lange Lebensdauer – unterstützt durch eine hohe Zerlegbarkeit und Reparierbarkeit unserer Produkte.

Dennoch kann ein Produkt sein Lebensende erreichen. In diesem Fall ist es unser Ziel, einen aktiven Beitrag zur Kreislaufwirtschaft zu leisten. Dafür gestalten wir die Zerlegbarkeit so, dass eine Rückgewinnung aller möglichen Ressourcen bestmöglich unterstützt wird.

Um gezielt Verbesserungen zu identifizieren, werden wir unser Produktportfolio ganzheitlich und nach definierten Kriterien der Kreislaufwirtschaft bis 2027 bewerten.

Wir senken Abfall gezielt dort, wo er entsteht, und verbessern zugleich die Abfallbewirtschaftung – mit klaren Zielen für unsere deutschen Produktionsstandorte und weniger Kunststoffverpackungen bei unseren Kundinnen und Kunden.  Unser Ziel ist es, die Abfallintensität der Brand Gruppe (DE) von 3 Tonnen Abfall pro Mio. € Umsatz auf 2 Tonnen Abfall pro Mio. € Umsatz zu reduzieren. Zusätzlich wollen wir zur Reduktion von Abfall bei Abnehmern und Kunden den Einsatz von Kunststoffverpackungen (Primärstoff) verringern. Wo Abfall dennoch anfällt, verbessert eine sortenreine Trennung die Abfallbewirtschaftung. Das Abfallintensitätsziel bezieht sich nur auf unsere Produktionsstandorte in Deutschland, da dort der größte Anteil an Abfall der Gruppe anfällt.